A k t u e l l e s :

Solidaritätsbekundung am 17.8. vor dem Arbeitsgericht

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Solidaritätsinfo Nr. 7 vom 19.8.2010:

Sieg auf der ganzen Linie für Andreas Kossack, den Solidaritätskreis und die kämpferischen Conti-VDO- Kolleginnen und Kollegen!!

Continental Automotive in Dortmund muss Andreas Kossack, einen aktiven Gewerkschafter und Sprecher des selbständigen Streiks der Conti-VDO- Kolleginnen und Kollegen von 2008 zu unveränderten Konditionen weiter beschäftigen – eine Revision wird nicht zugelassen!

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde des Solidaritätskreises!

 

Am 28.7.2010 fand die letzte und entscheidende Berufungsverhandlung von Andreas Kossack gegen seine Kündigung von Continental Automotive GmbH vor dem Landesarbeitsgericht in Hamm statt. Wir möchten deshalb jetzt alle Kolleginnen und Kollegen und Freunde des Solidaritätskreises über den Erfolg informieren. Der Sieg ermutigt für die Zukunft, keinen einzigen Arbeitsplatz mehr kampflos aufzugeben in unser aller Interesse, aber vor allem auch für die Zukunft unserer Jugend. Nur wer kämpft kann gewinnen!

Textfeld:  Fast 30 Freunde und Kolleginnen und Kollegen von Andreas Kossack sind trotz Ferienzeit zum Landesarbeitsgericht nach Hamm gekommen, um ihre Solidarität mit Andreas zu zeigen. Eine Kollegin der Betriebsratsgruppe von „OPEL- Offensiv“ überbrachte ihre solidarischen Grüße. Kurt Kleffel – Sprecher der Betriebsgruppe der MLPD von Continental in Hannover – überbracht die Solidarität aus Hannover und war deshalb extra von dort angereist. Weitere Solidaritätsbekundungen kamen von Gerd Pfisterer BR- Vorsitzender von HSP, Peter Nunhofer von der Partei „Die Linke“, IG Metall Mitglied und BR bei HSP, Ilka Schröder Buscha vom Frauenverband Courage, Montagsdemo Dortmund, MLPD Kreisverband Dortmund und von mehreren Einzelpersonen. Andreas und der Solidaritätskreis kämpfen nun schon seit einem Jahr gegen die politisch-motivierte Kündigung und gegen die Arbeitsplatzvernichtung bei Continental. Reporter der WR und des Lokalradios waren wegen der Bedeutung der Verhandlung gekommen. Mit einem eigenes gedichteten Lied „Keiner schiebt uns weg“ wurde die Solidaritätskundgebung vor dem Landesarbeitsgericht abgeschlossen.

Die Verhandlung selbst dauerte fast 2 Stunden und der Chef des OES- Bereichs aus Regensburg, Lampe sowie der Ex-Betriebsratsvorsitzende Bieletzki wurden als Zeugen vernommen. Besonders empörend war die offensichtlich gut einstudierte und mit der Geschftsführung abgesprochene Zeugenaussage von Bieletzki: Er bestätigte in den kritischen Fragen die Aussagen der Geschäftsleitung, konnte sich ansonsten an nicht mehr viel erinnern.

Richter Bertram, der sich aus arbeitsrechtlicher Sicht sehr tiefgehend mit der Sache befasst hatte, fragte die Personalchefin, warum sie den Kläger Andreas Kossack nicht auf einem der Arbeitsplätze, die jetzt frei wurden, beschäftigen will. Hierauf konnte die Personalchefin Küppers keine überzeugende Antwort geben. Die politische Motivation, die im Verlaufe der Verhandlung immer deutlicher wurde, wollte sie allerdings unter keinen Umständen zugeben. Mit dem Urteil des Landesarbeitsgerichts, der Kündigungsschutzklage von Andreas Kossack in vollem Umfang statt zu geben und auch keine Revision zuzulassen, wurde die politische Motivation der Kündigung indirekt bestätigt.

Wir gratulieren Andreas Kossack recht herzlich und freuen uns mit ihm über diesen wichtigen Erfolg!!

Das ist ein Erfolg auf ganzer Linie, der zeigt: Es ist richtig und wichtig zu kämpfen, denn nur wer kämpft kann gewinnen. Nach dem Prozess flossen viele Freudentränen. „Der gemeinsame Kampf hat auch unseren Zusammenhalt gestärkt und uns ermutigt, den Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz weiterzuführen“ meint Andreas nach der Verhandlung. Inzwischen gingen etliche Glückwünsche aus ganz Deutschland ein, die auf unserer Homepage www.conti-solidarität.info zu lesen sind.

Der Solidaritätskreis möchte hiermit auch alle Kolleginnen und Kollegen informieren, dass der Kampf nun nicht beendet ist, es den Solidaritätskreis auch weiterhin gibt und er seine Solidaritätsarbeit fortführt. Wir denken das ist auch notwendig, denn immerhin stehen schon wieder mindestens 350 Arbeitsplätze auf der „Abschussliste“ von Continental in Dortmund.  Auch der nächste Kammertermin von Ilona Kolberg gegen die krankheitsbedingte Kündigung durch Conti am 12. Oktober um 12 Uhr am Arbeitsgericht in Dortmund, Ruhrallee 1-3 steht noch bevor. Wir werden Ilona ebenfalls tatkräftig unterstützen !!

 

Kommt zahlreich zum nächsten Treffen des Solidaritätskreises

 

am 8. September um 19 Uhr,

 

Gaststätte "Burgheisterkamp“ (Burgschänke), Burgheisterkamp 25, 44369 Dortmund- Huckarde

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Solidaritätsinfo Nr. 6 vom 19.6.2010:

Berufungstermin Landesarbeitsgericht vom 28.5.2010:

Teilerfolg im Kampf gegen die politisch- motivierte Kündigung von Andreas Kossack durch Conti

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde des Solidaritätskreises!

Am 28.5.2010 fand von 11 – 13.15 Uhr die Berufungsverhandlung von Andreas Kossack gegen seine Kündigung von Continental Automotive GmbH vor dem Landesarbeitsgericht in Hamm statt. Andreas und sein Anwalt konnten vor dem Landesarbeitsgericht die vermeintlichen „betriebsbedingten Gründe" für die Kündigung zerpflücken. Andreas Kossack hielt einen Beitrag, indem er aufdeckte, dass es nicht angehen kann, dass man politisch und gewerkschaftlich engagierte Menschen wegen ihrem Engagement kündigen kann und dies mit der Methode einer „betriebsbedingten Kündigung" tarnt. Er wollte sich auch nicht mit einer möglichen Erhöhung der Abfindung vor Gericht zufrieden geben: „Arbeiterrechte lässt man sich nicht abkaufen!"

Anders wie beim Arbeitsgericht Dortmund, bei der die Richterin offen für die Seite der Conti- Geschäftsführung eingestellt schien, beschäftigte sich der Richter mit der Sache gründlich. Er gab Andreas Kossack und seinem Anwalt dahingehend Recht, dass durch die Teilverlagerung allein nicht nur 6 Arbeitsplätze als „Anlagebetreuer 3" übrig bleiben, sondern eigentlich 8 Arbeitsplätze. Auf einem dieser Arbeitsplätze hätte Andreas weiter beschäftigt werden müssen. Es sollen nun Zeugen des Betriebsrats und der Werksleitung befragt werden. Deshalb wurde am Schluss der Verhandlung auch eine Vertagung des Gerichts beschlossen.

Der Solidaritätskreis schätzt diese Entwicklung als ersten Teilerfolg ür Andreas Kossack ein. Über 20 Unterstützer des Solidaritätskreises Conti- Kollegen waren zum Prozess und zur vorherigen Solidaritätskundgebung vor dem Landesarbeitsgericht gekommen. Es wurden verschiedene Solidaritätsadressen vorgetragen. Unter anderem von Besuchern aus Hannover Auftrag der Betriebsgruppe der MLPD bei Conti in Hannover. eine Solidaritätsadresse von der Gewerkschaft CGT von Continental in Toulouse.

Kurz vor der Verhandlung am 28.5. hat die Geschäftsleitung in Dortmund auf einer a.o. Belegschaftsversammlung die weitere Vernichtung von 350 der 1200 Arbeitsplätze in Dortmund bis 2015 angekündigt. Das ist ein Skandal erster Güte. Damit wird auch ein Motiv der Geschäftsleitung klar: Aktive kämpferische Kräfte wie Andreas Kossack, der 2008 Sprecher des selbständigen Streiks der Kolleginnen und Kollegen war, sollen entlassen werden, damit die Belegschaft in einem möglichen Kampf um ihre Arbeitsplätze geschwächt wird.

Kommt zahlreich zum nächsten Treffen des Solidaritätskreises am 23. Juni und zur Fortsetzung der Berufungsverhandlung am 28.7.2010 !

Der Teil 2 der Berufungsverhandlung findet statt am 28. Juli 2010 um 10.00 Uhr, Erdgeschoss, Saal 1 Landesarbeitsgericht Hamm, Marker Allee 94, 59071 Hamm

Treffpunkt ist um 8 Uhr CineStar Dortmund gemeinsamer Hin- und Rückfahrt. Um 9.00 Uhr werden wir eine Solidaritätskundgebung vor dem Landesarbeitsgericht anmelden!

Kommt zum nächsten Treffen des Solidaritätskreises:

am Mittwoch, 23.Juni um 19 Uhr, Gaststätte "Burgheisterkamp" (Burgschänke), Burgheisterkamp 25, Anschliessend schauen wir Fussball- WM!

Kontakt des Solidaritätskreises:Helga Dolezyk-Hechler, Albert-Schweitzer-Weg 11, 44369 Dortmund, Tel: 0231/679428, Handy 01709604186, E-Mail: helga.d.h@t-online.de (Achtung geändert! Unsere Homepage: www.conti-solidarität.info

Pressemitteilung zum Ausgang des Prozesses hier lesen

Beitrag von Andreas Kossack vor Gericht hier lesen

Bericht in WR / WAZ vom 29.5. hier lesen

Bilder von der Solidaritätskundgebung Bild 1, Bild 2

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Das Treffen des Solidaritätskreises am 16.12.2009 war erfolgreich:

  • Es wurde ein positives Fazit der Arbeit des Solidaritätskreises gezogen. Über 300 Unterschriften wurden zur Unterstützung des Kampfes gegen die politisch- motivierte Kündigung von Andreas Kossack durch Conti und gegen die Arbeitsplatzvernichtung durch Conti überhaupt gesammelt! Beim Solidaritätskreis gingen 20 Solidaritätserklärungen ein! Wir haben eine inzwischen gut besuchte Homepage der Solidarität eingerichtet. www.conti-solidarität.info 

  • Den Prozess am 26.11. konnte Conti zunächst erst einmal gewinnen. Conti konnte jedoch nicht verhindern, dass eine große Solidarität mit Andreas Kossack mit über 40 Prozessbesuchern und einer Kundgebung vor dem Arbeitsgericht organisiert wurde. Das führte auch dazu, dass über den Prozess auch in den regionalen Medien berichtet wurde. Die politisch- motivierte Kündigung von Andreas wurde so zu einem regionalen Politikum. Die Richterin ging mit einer vorgefassten Meinung in den Prozess und sprach ein Urteil für Conti. Dies ist Ausdruck einer Klassenjustiz, die in der Weltwirtschaftskrise verstärkt gegen die Arbeiterbewegung eingesetzt werden soll. Die Richterin war bestrebt, die politische Motivation der Kündigung erst gar nicht zur Sprache kommen zu lassen. Kritisch stellte der Solidaritätskreis jedoch fest, dass der Anwalt von Andreas und Andreas selbst, diese Masche der Richterin ungenügend durchkreuzte. Andreas kündigte beim Solidaritätskreis an Berufung beim Landesarbeitsgericht in Hamm einzulegen. Mit einem Prozess ist aber nicht vor April 2010 zu rechnen. Genug Zeit die Solidaritätsbewegung zu verstärken und weiterhin Unterschriften zu sammeln.

  • Bestimmte Einzelheiten des Prozesses waren interessant: So wurden viele Kollegen durch die Geschäftsleitung erpresst, einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben. Angeblich würde nämlich ein Wechsel in die Transfergesellschaft dadurch verwirkt, wenn Kolleginnen und Kollegen vor dem Arbeitsgericht auf ihre Wiedereinstellung klagen. Das ist jedoch gelogen! Die Richterin bot am Anfang der Verhandlung an, dass bei einer gütlichen Einigung auch jetzt noch ein Wechsel in die Transfergesellschaft möglich wäre! Die Geschäftsleitung hat also die Kolleginnen und Kollegen regelrecht zum "freiwilligen" Verzicht auf ihren Arbeitsplatz erpresst.

  • Eine Kollegin von Andreas hat den Antrag an den Solidaritätskreis gestellt, ob der Solidaritätskreis auch sie im Kampf gegen ihre "krankheitsbedingte" Kündigung durch Conti vom August 2008 unterstützen könne. Sie hat im Februar 2010 ihren 2. Kammertermin. Der Solidaritätskreis hat einstimmig die Unterstützung der Kollegin beschlossen und sie im Solidaritätskreises begrüßt.

  • Am 13. Januar 2010 ist die Berufungsverhandlung der 6 Conti- Kollegen aus Frankreich, gegen ihre Verurteilung. Sie wurden stellvertretend für alle Conti- Kollegen aus Clairoix zu Haftstrafen verurteilt. Nicht die angebliche "Sachbeschädigung" ist der Grund, sondern das kämpferische Signal das die Conti- Kollegen aus Frankreich im Frühjahr 2009 gegen die Arbeitsplatzvernichtung durch Conti setzten. Sie waren auch die treibende Kraft für den internationalen Streik- und Aktionstag gegen Arbeitsplatzvernichtung am 23. April 2009 in Hannover. Der Solidaritätskreis hat einstimmig beschlossen, den Kollegen eine Solidaritätserklärung zu schreiben und eine Delegation am 13. Januar nach Amiens zu schicken! Dort wird eine Demonstration sein! Anschließend werden wir den Prozess besuchen!

  • Es ist positiv, dass die Solidarität wächst! Jeder Kollege und jede Kollegin ist herzlich willkommen! Wir freuen uns auch, dass wir den ehemaligen, stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden von VDO Eckard Langnau (siehe Bild) wieder in unseren Reihen begrüßen konnten. Er will ausdrücklich öffentlich als Unterstützer genannt werden.

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Pressemitteilung des Solidaritätskreises vom 27.11.2009:

 

Arbeitsgericht weist Kündigungsschutzklage von Andreas Kossack trotz wachsender Solidaritätsbewegung zurück

 

Wie am Nachmittag bekannt wurde, hat die 1. Kammer des Arbeitsgerichts Dortmund die Kündigungsschutzklage von Andreas Kossack abgewiesen. Der Kampf gegen die politisch- motivierte Kündigung von Andreas wird also weiter gehen.

Der Arbeitsplatz von Andreas Kossack bei Continental Automotive AG in Dortmund sollte wie 200 andere Arbeitsplätze bei Continental (früher VDO) wegfallen. Die Kolleginnen und Kollegen haben in ihrem mutigen 2 ½- tägigen selbständigen Streik im Juli 2008 gegen die Arbeitsplatzvernichtung Zugeständnisse von Continental erreichen können.

Dann kam die Weltwirtschaftskrise und die Continental-Geschäftsführung setzte die Verlagerung des Sensorik- Bereichs wieder auf den Prüfstand. Denn der eigentliche Grund der Verlagerung lag in dem beabsichtigten Verkauf des anderen Teilbereichs in Dortmund (Kraftstofffördereinheiten) mit ca. 1000 Arbeitsplätzen, der durch die Weltwirtschaftskrise erst einmal gescheitert war. Im Mai 2009 entschieden dann plötzlich die Continental- Geschäftsführung eine Teilverlagerung der Sensorik durchzuführen. Damit soll, so vermuten Kollegen, die Sensorik als eigenständiger Bereich in Dortmund zerschlagen werden. Die verbleibenden Anlagen werden dem Ersatzteilgeschäft zugeordnet. Immerhin wurde als Nachwirkung des selbständigen Streiks erreicht, dass 65 Arbeitsplätze in Dortmund bleiben konnten.

Andererseits verfolgte die Geschäftsführung von Conti mit der Teilverlagerung auch das Ziel, sich kämpferischer Kollegen und Gewerkschafter zu entledigen. Der ganze „Sozialplan“ zielte unter anderem darauf ab, zwei Streiksprecher des selbständigen Streiks von 2008 aus dem Werk hinaus zu säubern. Andreas Kossack war einer dieser Streiksprecher, der jetzt als einziger gegen seine Kündigung durch Continental klagt. Nicht nur er sieht darin eine politisch- motivierte Kündigung.

Beindruckend ist die Solidarität, die bisher entstanden ist. 40 Kolleginnen und Kollegen waren gekommen, um ihre Solidarität beim Prozess zu zeigen. Kolleginnen und Kollegen von Andreas, von der Montagsdemo, OPEL- Kollegen, TKS- Kolleginnen und Kollegen, einige BR- Mitglieder von HSP, ein Betriebsrat eines Autohauses, Courage, die Kreisvorsitzende der MLPD und einige Mitglieder, Vertreter des erweiterten Kreisvorstands der Linkspartei in Dortmund und Kolleginnen und Kollegen von der Betriebsgruppe der MLPD Conti aus Hannover, die eine Solidaritätserklärung überbrachten.

Die Prozessbesucher kritisierten die nach dem Prozess zu erwartende Abweisung der Kündigungsschutzklage von Andreas Kossack im Anschluss an die Gerichtsverhandlung als ein klares Beispiel bürgerlicher Klassenjustiz. Anscheinend soll ein Exempel statuiert werden, dass Beschäftigte sich in der Weltwirtschaftskrise willenlos dem beschlossenen „Sozialplan“ ergeben sollen. So interessierte sich die Richterin herzlich wenig für die Argumentation des Rechtsanwaltes von Andreas Kossack, der nachwies, dass Arbeitsplätze für Andreas Kossack vorhanden sind. So wechseln 7 Kollegen von Andreas in die Beschäftigungsgesellschaft und drei weitere Kollegen sollen anderweitig im Werk 1 untergebracht werden. Mindestens ein Arbeitsplatz hätte deshalb für Andreas zur Verfügung stehen müssen, statt die Kündigung auszusprechen. Ganz zu schweigen von der momentanen Situation im Betrieb. 108 Kolleginnen und Kollegen sollen über den „Sozialplan“ gehen. Jetzt sind im Werk ca. 90 Leiharbeitnehmer beschäftigt und zählt man die Überstunden mit, so entspricht das ca. 120 Arbeitsplätzen. Wir sind nicht gegen die Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter, aber gegen diese Art von dreistem Austausch von festen Arbeitsplätzen im Tariflohn durch Leiharbeitsverhältnisse als moderner Sklaverei. Die Solidaritätskundgebung vor dem Arbeitsgericht mit dem Transparent brachte es deshalb auf den Punkt, dass sowohl der Kampf gegen die politisch- motivierte Kündigung von Andreas Kossack erforderlich ist – als auch der Kampf um jeden Arbeitsplatz überhaupt!“

 

Zum Runterladen  

 

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Am 12.11.2009 wurde eine erfolgreiche Solidaritätskundgebung gegen die Arbeitsplatzvernichtung bei Conti (früher VDO) und gegen die politisch- motivierte Kündigung von Andreas Kossack durchgeführt. Hier lesen

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Wir dokumentieren das Info Nr. 2 des Solidaritätskreises:

Solidaritätsinfo 2

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Liebe Freundinnen und Freunde des Solidaritätskreises!

Nach wie vor unterstützt der Solidaritätskreis den Kampf der Kolleginnen und Kollegen um jeden Arbeitsplatz bei Continental (früher VDO) in Dortmund. Durch Aufhebungsverträge und Wechsel in die Transfergesellschaft konnte der übergroße Teil der Kollegen so massiv unter Druck gesetzt werden, dass sie ihren Arbeitsplatz „freiwillig“ aufgaben. Andreas Kossack jedoch klagt auf Wiedereinstellung. Der Gütetermin der Kündigungsschutzklage von Andreas Kossack Ende August wurde wie erwartet ergebnislos beendet. Continental will die Kündigung also aufrechterhalten. Wir fordern nach wie vor die sofortige Rücknahme der Kündigung durch Continental. Diese Kündigung ist politisch motiviert. Sie richtet sich gegen einen kämpferischen IG Metall- Vertrauensmann und Sprecher des mutigen selbständigen Streiks der Conti-Kollegen im Juli 2008. Diese Kündigung reiht sich ein in die Kriminalisierung der kämpferischen Conti- Kollegen in Frankreich. Sie wurden wegen Kleinigkeiten angeklagt und verurteilt, während das Gericht die Arbeitsplatzvernichtung durch Conti für rechtmäßig erklärte.

Es ist ein Skandal, dass über 100 Arbeitsplätze vernichtet und gleichzeitig bis zu 90 Leiharbeiter im Werk eingestellt wurden. Offensichtlich ist, dass Continental scheinbar um jeden Preis die Arbeitsplatzvernichtung nutzen will, um kämpferische Kollegen wie Andreas jetzt los zu werden. Sie wollen damit die Belegschaft schwächen, die sich sicherlich nicht kampflos weitere Angriffe gefallen lassen will. Sei es Arbeitsplatzvernichtung oder Lohnabbau durch Continental. Während viele aktive Gewerkschaftsmitglieder und Funktionäre der IG-Metall sich mit Andreas solidarisieren, verweigert die örtliche IGM-Führung Andreas die politische Unterstützung mit dem Argument, die Kündigung wäre eine „normale Sozialplankündigung“. Die Fakten jedoch sprechen eindeutig für eine arbeitsrechtlich nicht tragbare Kündigung von Andreas, die politisch motiviert ist. Sie wurde 13 Monate vorher zum 31.7.2010 ausgesprochen. Die Kündigungsfrist beträgt jedoch nur 5 Monate. Ist die so früh ausgesprochene Kündigung nicht nur deshalb erfolgt, weil im März 2010 Betriebsratswahlen in Dortmund durchgeführt werden und Andreas bei einer Kandidatur sofort Kündigungsschutz hätte?

 

Wir erklären uns weiterhin uneingeschränkt solidarisch mit Andreas. Es wurden bisher über 200 Unterschriften gesammelt. Es sind über 10 Solidaritätserklärungen eingegangen. Dazu hat auch unsere Hompage: www.conti-solidarität.info wesentlich beigetragen. Die am weitesten entfernte Solidaritätsbekundung kommt mittlerweile von Kollegen aus Barcelona. Die Westfälische Rundschau und die WAZ berichteten über den Gütetermin. Nutzt vor allem die Homepage aktiv um ihre Bekanntheit zu steigern. Vielen Dank für Eure bisherige Solidarität! Gleichzeitig wollen und müssen wir jetzt einen „Zahn“ zulegen in der Organisierung der Solidarität mit Blick auf den 1. Kammertermin am 26.11.2009 um 10.45 Uhr beim Arbeitsgericht Dortmund, Ruhrallee 1-3. Wir wollen Euch jetzt schon auffordern, Euch den Termin einzuplanen! Wir treffen uns am Prozesstag dort zu einer Solidaritätskundgebung um 9.45 Uhr.

Eine weitere Solidaritätskundgebung findet statt am 12.11. von 13.15 – 14.15 zum Schichtwechsel bei Conti in Dortmund, Arminiusstraße / Ecke Spicherner Straße.

 

Der Solidaritätskreis trifft sich das nächste Mal:

Mittwoch, den 18.11. um 18.00 Uhr

Gaststätte „Burgschänke“, Burgheisterkamp 25, Dortmund- Huckarde

Sammelt Unterschriften bei Freunden, Verwandten, Nachbarn, Arbeitskollegen usw. und bringt sie zu unserem Treffen mit. Ladet sie zu unserem Treffen ein. Solidarität ist unsere Stärke!

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Pressemitteilung vom 15.9.:

Pressemitteilung                                  15.September

 

Breite Solidarität mit Andreas Kossack

 

Über 30 Kolleginnen und Kollegen sowie Freunde haben am Montag, den 17. August, ihre Solidarität mit Andreas Kossack bekundet, der am Arbeitsgericht gegen seine Kündigung durch Continental Automotive GmbH klagt.

Der Solidaritätskreis hat in einem Flugblatt zur Solidarität aufgerufen: "Der Solidaritätskreis richtet sich gegen den Arbeitsplatzabbau bei Conti, protestiert entschieden gegen die Kündigung von Andreas Kossack und fordert die sofortige Rücknahme!" "Diese Kündigung ist politisch motiviert, weil sie sich gegen einen kämpferischen IG Metall Vertrauensmann und einen der Streiksprecher des selbständigen Streiks 2008 richtet", so Helga Dolezyk-Hechler vom Koordinierungsteam des Solidaritätskreises. 

Die Zusammensetzung der solidarischen Prozessbesucher, die ihre Solidarität bekundeten, war sehr breit gefächert. Kolleginnen und Kollegen von Continental und "Ehemalige", zum Teil mit Familienangehörigen, Betriebsräte von HSP, Kollegen von Lehnkering und anderen Betrieben, Montagsdemonstranten, Vertreterinnen vom Frauenverband Courage und Angehörige der Linkspartei und der MLPD. Sogar ein Kollege aus Hattingen war gekommen. Grüße vom Solidaritätskreis für DBT-Kollegen aus Lünen wurden überbracht. Auf breite Empörung stieß, dass Conti ein Monat nach der Kündigung und den Aufhebungsverträgen mit der Einstellung von 60 Leiharbeitern begonnen hat.

Inzwischen erhielt der Solidaritätskreis auch eine Solidaritätserklärung vom Kreisverband der MLPD Hannover-Hameln. Sie berichten, dass sie bei Conti in Hannover vor dem Tor in einer Stunde 29 Unterschriften gegen die Kündigung in Dortmund gesammelt haben.

Der Gütetermin wurde von der Richterin so kurz gehalten, dass nicht einmal alle Prozessbesucher wegen der strengen Sicherheitsauflagen ins Gerichtsgebäude kamen. Die Seite von Continental erläuterte beim Gütetermin, dass 108 Arbeitsplätze abgebaut würden. Die allermeisten hätten einen Aufhebungsvertrag unterschrieben, um in die Transfergesellschaft wechseln zu können. Andreas Kossack sei der einzige tariflich Beschäftigte, der gegen seine Kündigung klage. Der Anwalt von Andreas Kossack, Frank Stierlin, stellte in Frage, warum die Kündigung von Andreas Kossack notwendig war.

Nach ca. zehn Minuten war der Gütetermin zu Ende, weil keine gütliche Einigung zu Stande kam. Die Verhandlung wurde auf den 26. November 2009 festgesetzt. Sie findet um 10.45 Uhr am Arbeitsgericht in Dortmund statt. Die Unternehmensseite muss bis zum 17. September gegenüber dem Gericht begründen, warum die Kündigung von Andreas Kossack erfolgte. Danach hat der Rechtsanwalt von Andreas Kossack, Frank Stierlin, weitere vier Wochen Zeit die Kündigungsschutzklage zu begründen.

 

Der Solidaritätskreis trifft sich am 30. September um 18 Uhr in der Gaststätte Burgschänke, Burgheisterkamp 25, Dortmund-Huckarde